Euer WLAN ist zu langsam? Sie wollen endlich an ihrem Laptop oder Tablet Filme in HD streamen können ohne dass es hakt oder der Film lange laden muss? Dieses Problem ist nun dank WiFi 5G gelöst. Netgear, eine der führendsten Unternehmen im Bereich Netzwerktechnologie bietet einen Router mit WiFi der neusten Generation an. Doch hält der Hersteller was er verspricht und sind damit endlich die Probleme der langen Ladezeiten gelöst? Wir haben den Netgear R6300 für Sie getestet!

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

Erster Eindruck (Verarbeitung, Design und Zubehör)

Das Design des R6300 ist relativ einfach gestaltet. Die Vorderseite des Routers ist mit Klavierlack beschichtet und auf ihr leuchtet bei Betrieb der Schriftzug „Netgear“ in weiß. Zudem verfügt der R6300 über eine Power LED, eine Internetverbindung LED und eine Wifi so wie WPS LED. Auf der Rückseite befinden sich 1 DSL Port, 4 LAN Ports, ein USB Anschluss und zusätzlich eine weiterer USB Anschluss an der Seite. Des Weiteren befindet sich auf der Rückseite ein Reset Knopf, der Power Knopf und an der Seite ein WLAN ON/OFF Button sowie ein WPS Button.
Die Verarbeitung des Routers ist robust und macht einen stabilen Eindruck. Der Netgear R6300 steht ohne zu wackeln auf seiner großflächigen Unterseite. Kleiner Nachteil: Es ist keine Wandhalterung dabei, sodass man den Router nicht aufhängen kann.
Der Netgear R6300 wird mit Netzteil, Netzstecker, LAN Kabel und Bedienungsanleitung geliefert. Zu dem liegt eine CD bei, auf welcher sich eine digitale Variante der Bedienungsanleitung befindet.

Installation

Die Installation des Routers verlief sehr einfach und selbst für ungeübte Nutzer ist der Blick in die Bedienungsanleitung nur notwendig um sich in den Router zur Konfiguration erfolgreich einzuwählen. Denn der Router ist lediglich an den Strom anzuschließen und mit dem LAN Kabel mit einem Computer (Windows, Linux oder Mac) zu verbinden. Optional ist es natürlich bereits jetzt schon das LAN Kabel des Modems an den DSL Port zu stecken, denn ein eigenes Modem ist im R6300 nicht verbaut. Nun wird sich in die Routersoftware eingewählt indem man „routerlogin.net“ in die Adresszeile seines Browsers eintippt und sich mit den Standardlogin Daten (steht in der Bedienungsanleitung) einloggt.

Nach dem Login zeigte mir die Software sofort an, dass eine Aktualisierung verfügbar sei. Daher habe ich diese natürlich sofort ausgeführt. Nach ca. einer halben Stunde warten (DSL 16.000), habe ich den Vorgang abgebrochen, da dieser gewöhnlicherweise nur wenige Minuten dauern sollte. Nach einer von Netgear bereitgestellten Anleitung aus dem Internet habe ich den Router nach langem ausprobieren, da die Anleitung sehr ungenau beschrieben war, manuell updaten können.

Fotos

Firmware und Benutzerfreundlichkeit

Die Software Netgear Genie V1.0.2.68_1.0.49 ist sehr simple strukturiert, sodass sich auch unerfahrene Benutzer sofort in ihr zurecht finden und ganz  bequem mit der Installation fortfahren können. Es gibt zwei Hauptmenüpunkte, einmal den Reiter „Einfach“ und zum anderen den Reiter „Erweitert“. In beiden Menüs sind alle wichtigen Einstellungen zu finden, allerdings sind diese im Menü „Erweitert“ für erfahrenere Benutzer dargestellt und bieten noch weitere Einstellungsmöglichkeiten. Die benutzerfreundliche Strukturierung der Firmware ist eindeutig ein klarer Plus Punkt. Doch wie sieht es mit den Einstellungsmöglichkeiten und den Funktionen der Software aus?

Die Firmware des Netgear R6300 bietet alle üblichen Grundeinstellungen und einige Besonderheiten:

  • Sicherheitsstandards WPA und WPA2
  • Einstellung zw. statischer und dynamischer IP Adresse
  • DNS Server konfiguration
  • MAC Adresse einstellen
  • WLAN Isolation
  • WLAN 2,4ghz + WLAN 5ghz getrennte Einstellungen
  • WAN
  • DHCP Server
  • WiFi Multi Media
  • Gastnetzwerke (WLAN)
  • Verwaltung der USB Geräte
  • Medienserver
  • Kindersicherung
  • WLAN Repeating
  • Port Weiterleitung
  • Fernsteuerung
  • IPv6
  • Datenvolumen Anzeige und Warnungen
  • und mehr..

Außerdem ist eine Smartphone App (Android und iOS) zur vereinfachten Verwaltung des Routers verfügbar. Diese ist z.B. dann sehr nützlich, wenn man gelegentlich auf die Schnelle ein Gastnetzwerk eröffnen und wieder schließen möchte. Aber auch die meisten anderen Einstellungen sind mit dieser anzupassen.

Technologie und Ausstattung

Vorab: Bei den Messungen haben wir als Empfangsgerät den Netgear A6200 WLAN Stick verwendet. Die Routerhersteller geben in den Beschreibungen immer theoretische Maximalwerte an, hier z.B. im 5GHz Betrieb eine maximale Datenübertragungsrate von 1,3Gbit/s (=1300Mbit/s). Diese Werte sind aber in der Regel weitaus höher als die realen Messwerte. Warum: Weil die Hersteller die Tests unter Laborbedingungen durchführen (z.B. keine Störfaktoren durch WLAN der Nachbarn, etc.).

In unserem Praxistest haben wir auf eine kurze Distanz von ca. 2m eine Datenübertragungsrate von 866Mbit/s im 5GHz Bereich. Auf der Frequenz von 2,4GHz liegt die Übertragungsrate bei 302Mbit/s.

Auf eine größere Distanz sieht das nun schon anders aus. Dazu haben wir beim Test das Stockwerk vom Keller ins Erdgeschoss gewechselt. Hier erreicht der Router im 5GHz Modus nur noch 27Mbit/s. und das Signal ist deutlich schwächer. Liegt aber auch daran, dass höhere Frequenzen auf lange Distanzen mehr Verlust haben als niedrigere Frequenzen. Im 2,4GHz Modus ist am selben Ort eine Ergebnis von 162Mbit/s zu messen.

Diese Messwerte fallen bei jedem Anwender anders aus wegen vieler äußerer Faktoren, daher sollten diese nur zur groben Orientierung dienen!

Fazit

Der Netgear R6300 ist ein guter und für ca. 125€ ein preiswerter Router. Er bietet alle bekannten Grundfunktionen und darüber hinaus noch praktische Besonderheiten wie beispielsweise der Funktion beide WLAN Netzwerke (2,4GHz und 5GHz) gleichzeitig zu hosten. Auch die Gastnetzwerkfunktion steht für beide Netze zur Verfügung. Die Benutzeroberfläche ist einfach und übersichtlich gestaltet.
Die Datenübertragungsraten sind sehr gut, jedoch ist im 5GHz Netz der Empfang auf größere Distanzen sehr schlecht, aber das ist technisch nun mal so. Für Haushalte, die nur eine Einstöckige Wohnung haben ist dies absolut kein Problem und wer in einem Familienhaus wohnt sollte den Router im Erdgeschoss platzieren um das gesamte Haus mit 5G WiFi versorgen zu können oder zusätzlich einen Repeater einsetzen.

Da der Router aber auch einige kleine Abzüge für das Design und das Erfolglose Update bekommt, gibt TechFire ihm ein Fazit von 4 Sternen!

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Passend dazu eignet sich der Netgear 5GHz WiFi Stick A6200