Die japanische Firma Onkyo zählt zu den weltweit führenden Herstellern für Unterhaltungs- und Audioelektronik. Das seit 2007 von dieser Marke erhältliche Stereo Vollverstärkermodell A-9155 konnte nun von TechFire ausführlich getestet werden. Ob man für den verhältnismäßig günstigen Preis (UVP: 230€) auch ein qualitativ hochwertiges Produkt erhält, erfährst Du in diesem Bericht.

 

Technische Daten:

  • Ausgangsleistung: 65W pro Kanal an 4Ω, 1kHz
  • Klangregler für Bass und Höhen
  • Loudness Funktion (Für einen ausgeglichenen Höreindruck bei niedrigen Lautstärken)
  • Direct Funktion (Zur Umgehung des Klangregelnetzwerks)
  • 5 Chinch-Audioeingänge (Phono – CD – Tuner – Tape – Line/Dock)
  • 1 Kopfhörerausgang (6,3mm Klinke)
  • 2 Chinch-Audioausgänge (Line/Dock out – Tape out)
  • Anschlussmöglichkeit für 2 Lautsprecherpaare (4Ω – 16Ω) per Coaxial Kabel
  • Umschaltbare Lautsprechergruppen (A/B)
  • Motorgesteuerte Lautstärkenregelung manuell oder per Remote
  • Gewicht: 6,8 KG

 

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Lieferumfang:

·        1x Onkyo A-9155 Vollverstärker (Silber oder Schwarz)

·         1x Fernbedienung RC-627S

·         1x Bedienungsanleitung

Erster Eindruck:

Das Design des Onkyo A9155 ist dezent und schlicht, sieht jedoch gleichzeitig sehr hochwertig aus. Auch an der Verarbeitungsqualität des Verstärkers ist nichts auszusetzen, alles erscheint wertig und stabil. Der Aufbau gestaltet sich relativ einfach und mithilfe der gut strukturierten und verständlichen Bedienungsanleitung sollte dieser auch dem Laien ohne große Probleme gelingen. Nach dem Anschließen ans Netz fällt jedoch das erste Manko auf:  Der Standby Modus ist nur per Fernbedienung zugänglich. Sollte die Fernbedienung ihren Dienst quittieren während sich der Verstärker im Standby-Modus befindet, führt das zu einem Problem: Nur mit dieser lässt er sich wieder einschalten. Dieses Problem kann aber nach Angabe des Herstellers durch das Aus- und Einschalten nach Trennung jeglicher Kabelverbindungen gelöst werden. Ein Defekt der Fernbedienung ist außerdem sehr unwahrscheinlich, die des Testobjektes funktioniert tadellos.

Das Testsystem besteht aus 2 Magnat Monitor Supreme 2000 Lautsprechern vorne, 2 Magnat Supreme 200 Lautsprechern hinten sowie einem LTC-SW 10 Subwoofer.

Was uns direkt zum nächsten Manko führt: Es ist kein Subwoofer-Anschluss vorhanden. Der Verstärker kann lediglich einen aktiven Subwoofer betreiben, doch auch dort ist die Auswahl beschränkt: Wenn man 4 Lautsprecher mit zusätzlichem Subwoofer betreiben möchte muss der Subwoofer einen Coaxial Eingang sowie Ausgang besitzen, an den dann das zusätzliche Lautsprecherpaar angeschlossen wird. Einen solchen Subwoofer zu finden gestaltet sich als sehr schwierig, der LTC-SW 10 verfügt beispielsweise über diese Möglichkeit. Wer auf das hintere Boxenpaar verzichtet, kann jedoch jeden beliebigen Aktiv-Subwoofer mit dem A-9155 betreiben.

Soundcheck:

Der Augenblick der Wahrheit. Nachdem die Lautsprecher positioniert und betriebsbereit sind, wird mithilfe verschiedener CDs aus unterschiedlichen Genres ausgiebig getestet. Das Klangbild überrascht positiv: Ausgewogen und präzise klingt der Verstärker in der Grundeinstellung, jedes Instrument lässt sich gut lokalisieren und klingt naturgetreu. Bemerkbar machen sich die Stärken des A-9155 vor allem im Rock-Bereich, die Gitarren klingen druckvoll und es entsteht alles andere als ein Klangbrei, die Instrumente lassen sich sehr gut einzeln heraushören. Für Techno bzw. Electro-Musik sollte jedoch die Loudness-Funktion genutzt werden, da der Verstärker sich sonst nicht ausreichend durchsetzen kann. Mit dieser Einstellung jedoch kommt der Hörgenuss auch in diesem Genre nicht zu kurz, die Kick-Base hebt sich deutlich vom Rest ab und klingt knackig wobei die Höhen nicht allzu aufdringlich erscheinen. Bei klassischer Musik wünscht man sich wiederum vergeblich einen echten Equalizer um das letzte aus dem A-9155 herauszukitzeln. Mit den gegebenen Einstellungsmöglichkeiten kommt man zwar meistens nahe an das gewünschte Klangergebnis heran, doch ein Feintuning wäre hier angebracht. Das Erlebnis von Blu-Ray Filmen abgespielt über die Playstation 3, die sich problemlos an den Verstärker anschließen ließ, ist Soundtechnisch gigantisch. Der A-9155 versorgt die Lautsprecher zwar nur mit Quadrophonie, d.h. aus den beiden Boxenpaaren vorne sowie hinten kommt das gleiche Signal, ist also nicht geeignet für 5.1 Inhalte, doch ein wirklicher Nachteil ist das nicht, im Gegenteil, es entsteht ein ganz eigener Soundcharakter der den Raum gleichmäßig füllt. Dieser Verstärker ist nicht nur ein reines Musiksystem sondern zusätzlich eine günstige Alternative zum AV-Reciever. Für audiophile Hifi-Fanatiker wird dieser Verstärker allerdings nicht ausreichen, da klanglich noch viel Luft nach oben ist, doch wer einen soliden Verstärker sucht der tut was er soll und genügend Power hat, um ein großes Wohnzimmer bis hin zu kleineren Sälen zu beschallen, ist mit dem Onkyo A-9155 gut beraten, da er sich in nahezu jedem Genre klanglich gut schlägt und keine wirklichen Nachteile mit sich bringt, abgesehen von dem fehlenden Equalizer.  

Fazit:

Die Stärken des Onkyo A-9155 liegen eindeutig im Preis-Leistungs Verhältnis, in der sauberen Verarbeitung und dem ausgesprochen guten Klangerlebnis. Für Hifi Einsteiger ist dieser Verstärker die richtige Wahl, da er sehr einfach und solide aufgebaut ist und die wichtigsten Funktionen eines Hifi Verstärkers mitbringt.

Nachteile sind der fehlende Equalizer, der nur über die Fernbedienung steuerbare Standby-Modus und der fehlende Subwoofer-Ausgang.

Da er sich sehr gut im Test geschlagen hat und er nur kleinere Mängel vorweist, gibt es 4,5 Sterne von TechFire für den Onkyo A-9155!

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