Einen USB Stick kann man bei einem iPad oder iPhone nicht direkt anstecken. Auch über das Apple Camera Connection Kit geht dies nur mit einem Jailbreak. Ob der Verbatim Media Share zuverlässig arbeitet erfahrt ihr hier…

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

 Erster Eindruck

Auf den ersten Blick wirkt der Media Share eher wie eine 2,5″ große externe Festplatte. Nur das er eben einige mehr Anschlussmöglichkeiten bieten. Doch in diesem Gehäuse steckt keine Festplatte. Zwar ist das Gerät für die Speicherverwaltung gedacht, aber den Speicher muss man an dieses kleine Gerät anschließen. So können etwa externe Festplatten, sowie USB Sticks über den USB 2.0 Port angeschlossen werden. Es können aber auch z.B. SD Speicherkarten direkt durch den SD Kartensteckplatz mit dem Gerät verbunden werden.

Lieferumfang

Im Lieferumfang des 129 Gramm schweren Geräts befindet sich nicht sehr viel. So finden wir lediglich ein Micro USB Kabel, welches zum Laden des Mediashare benötigt wird und den Mediashare selbst vor. Eine kleine gedruckte Anleitung ist natürlich auch noch mit dabei.

Funktionen

Der Mediashare wurde entwickelt, um z.B. USB Massenspeicher an ein Tablet oder Handy “anzuschließen”. Da es z.B. bei einem iPad nicht möglich ist ein solches Medium über ein Kabel anzuschließen (möglich mit Jailbreak und Camera Connection Kit) musste eben eine Lösung her! Diese soll der Mediashare sein. Er öffnet ein eigenes WLAN Netzwerk. Das bzw. die jeweiligen Geräte müssen sich dann mit diesem WLAN Netzwerk verbinden. Der Name und das Passwort befinden sich auf der Rückseite des Mediashare. Ist man einmal mit dem Mediashare verbunden, so kann man in den Einstellungen den Namen, sowie auch das Passwort ändern. Nun öffnet man sich die Verbatim Mediashare App, die man zuvor heruntergeladen hat. Dort sehen wir, dass die App in erster Linie ein Dateimanager ist. So besteht die Möglichkeit Dateien z.B. eines USB Sticke auf das Gerät zu kopieren. Die iPad App kann Office Dateien, sowie PDF Dateien selbst anzeigen. Dies ist gut, jedoch werden diese Dateien nicht immer fehlerfrei angezeigt. Für andere Dateien werden Extra Apps benötigt. Bei der Android Version ist dies nicht der Fall. Hier wird für jedes Dateiformat eine spezielle App benötigt. Und um die passende App dann herunterzulassen benötigt man Internet, doch wie machen wir das, wenn wir doch schon im dem Netzwerk des Mediashare sind? Da hat Verbatim vorgesorgt. Es gibt eine Funktion die sich WLAN Brücke nennt. So kann der Mediashare mit einem weiteren Netzwerk kommunizieren und kann dem verbundenen Gerät darüber surfen im Internet ermöglichen.

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Praxistest mit Android

 Die App schnell aus dem Play Store geladen alles kein Problem. Daraufhin die App geöffnet, das Gerät angeschaltet und den USB Stick angeschlossen. Noch mit dem WLAN des Mediashare verbunden und der USB Stick wird mir im Dateimanager angezeigt. Keine Datei fehlt. Soweit so gut. Auch das Kopieren und verschieben von Dateien klappt wunderbar, doch wenn ich eine Word Datei öffnen möchte kommt eine Meldung, welches Programm ich zum öffnen nutzen möchte. Bei anderen Dateitypen ist dies nicht anders. Da hätte sich Verbatim doch etwas mehr Mühe geben können, sodass die Datei wenigstens die gängigsten Formate wie PDF selbst öffnen kann. Auf Grund dessen ein kleiner Abzug. Auch die Funktion Internetbrücke funktionierte hier einwandfrei. Natürlich kann der Mediashare auch als Zusatzakku für ein Smartphone fungieren. Soweit so gut.

Praxistest mit iOS

Wir sind im App Store unseren iPhone 5, welches mit iOS 7 fungiert, wählen die App aus und drücken auf installieren. Die App wird herunter geladen. Nachdem der App Store uns mitteilte das die App installiert sei, suchten wir diese jedoch vergeblich. Zur Kontrolle nochmals in den App Store geschaut, dort steht die App sei installiert. Nun ja daraufhin zogen wir unser iPad (auch iOS 7) hinzu. Den selben Vorgang dort ausgeführt alles klappt, vorerst! Die App erscheint auf dem Homescreen, wir berühren einfach mal das Icon und warten ab was passiert. Die App öffnet sich so wie es sein sollte. Doch so schön wie die App auf Android wirkte ist sie auf dem iPad keines Falls. Die Grafiken sind leicht verpixelt und auch sind andere unschöne Dinge zu entdecken, wie z.B. die Ladeanimation hinter Buttons. Der Dateimanager funktioniert soweit wie er soll. Leider kamen jedoch auch Meldungen, das die Verbindung zum Mediashare nicht möglich war, obwohl das iPad mit ihm verbunden war. Auch kam diese Meldung, obwohl wir auf den Reiter dieses Gerät klickten. Nachdem wir dann das WLAN ausgeschaltet und wieder eingeschaltet hatten funktioniert dies auf einmal wieder. Nun wollten wir die Internetbrücke testen. Der WLAN Accesspoint wurde erkannt und der Mediashare wurde auch mit diesem verbunden. Das Internet funktionierte jedoch trotzdem nicht. Dies liegt vermutlich daran, dass die App noch nicht für iOS 7 angepasst wurde. Dies sollte jedoch vor allem bei so einem großen Hersteller wie Verbatim schon längst passiert sein. Es ist ja nicht so als wäre iOS 7 erst eine Woche alt. iOS 7 steht nun bereits seit ca. 2 Monaten für alle iPhone und iPad Nutzer zum Download bereit.

Fazit

Auf Grund der großen Unterschiede im Praxistest zwischen Android und iOS vergeben wir diesmal zwei Wertungen: Einmal wird der Mediashare in Verbindung mit iOS und einmal in Verbindung mit Android bewertet. Die Leistungen des Mediashare mit Android waren erstaunlich gut und erhalten von uns 5 von 5 Sternen.

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Der Mediashare in Verbindung mit iOS ist jedoch momentan nur mäßig zu gebrauchen. Viele Services funktionieren nur schlecht oder auch gar nicht. Daher erhält der Mediashare in Verbindung mit iOS nur 1,5 von 5 Sternen. Jedoch muss gesagt werden, dass das Gerät selbst einwandfrei funktioniert und das es sich hier um ein Softwareproblem handelt. Der Test wurde mit der Softwareversion 1.3.516 durchgeführt. Diese Version wurde am 24.08.13 veröffentlicht. Sollten es eine neuere Version geben, so sollte unser Testergebnis nicht mehr beachtet werden, da es sein kann, dass die von uns bemängelten Fehler behoben wurden.

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