Du suchst ein Tablet, willst aber nicht auf mobiles Internet oder Telefon verzichten? Dann solltest Du Dir das Allview Viva H8 einmal genauer ansehen. Mit der Möglichkeit eine Sim-Karte einzulegen bietet es alles, was ein Smartphone auch kann. TechFire hat das Viva H8 für Dich getestet…

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

Das Viva H8-Tablet der Firma Allview hat eine handliche Displaygröße von 7,9 Zoll und ist unter anderem mit einem Quadcore-Prozessor sowie einer 5-Megapixel-Kamera ausgestattet. Man kann eine Sim-Karte einlegen, welche das Viva H8 mit einem Preis von 222€ zu einem echten Smartphone-Konkurrenten macht. Dazu gibt es die Möglichkeit den Homescreen des Gerätes via HDMI-Stick (im Preis enthalten) auf einem Fernseher oder Beamer zu duplizieren.

Technische Daten

  • Cortex A7 Quadcore mit 1,2 GHz
  • 8 GB (interner Flashspeicher), erweiterbar mit MicroSD-Karte bis zu 32 GB
  • 1 GB RAM (Arbeitsspeicher)
  • IPS LCD Display mit 7,9‘‘ Auflösung 1024 x 768 p
  • Android 4.2 Jelly Bean
  • Stereo Lautsprecher
  • Anschlüsse: 1 x Micro-USB, 1 x Audioausgang 3,5 mm
  • Akkulaufzeit: 400 Stunden (Standby), 4 Stunden Sprechzeit
  • Maße (L x B x H): 20 x 13,6 x 0,79 cm
  • Gewicht: 343,6 g
  • Zubehör: Handbuch, Netzteil, USB-Kabel, Garantiekarte, Kopfhörer

Info

Erster Eindruck

Das Allview Viva H8 zeichnet sich durch seine gute Verarbeitungsqualität aus, hat allerdings auch eine kleine Schwachstelle: Die Knöpfe an der rechten Seite sind relativ locker montiert und wackeln ein bisschen. Die Knöpfe für Lautstärke, Back und ON/OFF liegen an der rechten, oberen Seite und sind  leicht zu erreichen. Die Abdeckung für die Sim- und MicroSD-Karte liegt unter den Knöpfen auf der rechten Seite. Gesteuert wird das Tablet über die Navigationsleiste am unteren Displayrand. Diese ist auch aus Apps heraus einfach aufzurufen und funktioniert ebenfalls sehr gut. Ansonsten hat das Tablet ein stabiles Gehäuse und weist keine großen, scharfen Kanten auf. Die edle Rückseite aus Aluminium ist nicht ganz glatt beschichtet, was eine Kratzerbildung verhindert. Die Scheibe über dem Display ist nicht aus echtem Glas, was allerdings nicht direkt auffällt. Die Einrichtung ist sehr einfach und auch für Tablet-Neulinge ohne Probleme zu bewältigen. Ein toller Vorteil dieses Tablets ist, dass man eine Sim-Karte einlegen kann. Somit ist man bei der Internetverbindung nicht an ein WLAN-Netzwerk gebunden und kann damit telefonieren. Auch bei der typischen Telefonierhaltung liegt das Viva H8 gut in der Hand.

Das Display ist sehr gut beleuchtet und die Auflösung ist für 7,9 Zoll ausreichend – man kann nur schwer Pixel erkennen. Die Farb- und Kontrastdarstellung macht – genau, wie der Blickwinkel – einen sehr guten Eindruck. Das Bild zeigt den drehbaren Homescreen:

Homescreen

Entertainment

Mit dem Viva H8 ist es möglich eine MicroSD-Karte mit bis zu 32 GB zu importieren. Das Einlesen eines  knapp 7 GB großen MP3-Ordners dauerte etwas länger als 3 Minuten. Mit dem integrierten Music-Player kann man seine Musik leicht durchsuchen und Playlists erstellen. Schade ist bei dieser App, dass man keine Ordner von der MicroSD auswählen kann. Der Player läuft aber flüssig und ist leicht zu bedienen.

Musik

Beim Videoplayer lassen sich die gängigen Formate optimal und ruckfrei abspielen; das Display bietet eine gute Wiedergabequalität. Hiermit ist das Viva H8 optimal um unterwegs Filme zu schauen. Die Tonqualität lässt allerdings etwas zu wünschen übrig: Wie auch bei Smartphones üblich sind beispielsweise die Bässe kaum vorhanden.

Beim Spielen von aufwändigen Apps, wie dem Rennspiel GT Racing 2, macht das Tablet eine gute Figur: nur bei vollen Grafikeinstellungen ruckt es bei starkem Einlenken minimal. Wenn man allerdings mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet hat, gibt es einige Abstriche bei der Performance. Der AnTuTu Benchmark zeigt das Ergebnis „Good“ mit 12749 Punkten. Damit reiht es sich hinter den HTC One X ein:

Benchmark

Weitere vorinstallierte Apps sind beispielsweise die übersichtliche Kontaktverwaltung oder die OfficeSuite-App für die Bearbeitung von Word-, Excel-, PPT- und PDF-Dateien, sowie der APV PDF-Reader. Zudem gibt es einen Kalender, einen Rechner, eine Soundrecord-App uvm. Die Sprachsuche hat bei unserem Test nur selten funktioniert, es wurde meistens nichts verstanden. Außerdem gibt es eine TV-App (SeeNowHD), die allerdings in rumänisch gestartet wird und mit der man hier in Deutschland nicht viel anfangen kann.

Kameras

Die Außenkamera mit 5 Megapixeln zeigt eine Schwachstelle dieses Tablets auf. Sie ist besonders in dunkleren Bereichen schwer scharf zu stellen und macht nur bei Tageslicht wirklich gute Bilder. Bei Nahaufnahmen mit Schatten kann man ein Rauschen erkennen. Die Innenkamera hat ähnliche Probleme. Videoaufnahmen sind in Full-HD möglich, aber bei beiden Kameras meist verwackelt oder verrauscht.

Kamera

Internet

Das Surfen mit dem integrierten Browser funktioniert problemlos und schnell.  Die Seiten werden gut auf das Display zugeschnitten, sodass man auf den ersten Blick schon alles sieht. Dank der Möglichkeit eine Sim-Karte einzulegen kann man auch unterwegs surfen und Apps, die eine Internetverbindung erfordern, benutzen. Auch YouTube-Videos lassen sich problemfrei abspielen.

Telefon

Die Telefonfunktion macht das Tablet zu einem echten Alleskönner. Es ist zwar gewöhnungsbedürftig ein so großes Gerät zum Telefonieren zu benutzen, aber auch am Ohr lässt es sich gut halten. Das eigentliche Telefonieren wird durch eine große Wähltastatur und eine übersichtliche Darstellung für Kontakte und Anruflisten abgerundet.

Allview Smart2View HDMI-Stick:

Um den Screen eines Tablets für eine Gruppe von Leuten besser sichtbar zu machen, empfiehlt sich ein HDMI-Stick mit kabelloser Übertragung auf einen Fernseher oder Beamer.

Der Smart2View-Stick hat eine Größe von 92 x 38 x 10 mm und wiegt 32 Gramm. Um ihn zu verwenden, muss das WLAN eingeschaltet sein. Er wird dann einfach über die App „Kabellose Übertragung“ gesteuert und erscheint auch sofort, wenn er im Fernseher eingesteckt wurde. Am Fernseher wird er neben HDMI auch noch mit USB für die Stromversorgung angeschlossen.

Die Verarbeitung des Sticks ist – wie beim Tablet auch – hochwertig. Nachdem man Stick und Tablet verbunden hat, wird der Tablet-Bildschirm auf dem Fernseher dupliziert.  Die Übertragung selbst läuft mit unserem Philips SmartTV flüssig, aber leicht versetzt. Ton und Bild sind synchron und man kann alle Anwendungen auf dem Fernseher ausführen. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, Spiele wie Minion-Rush zu spielen, bei denen man schnell reagieren muss, weil die Übertragung langsamer als die Reaktionszeit ist. Um Bilder oder Videos zu zeigen, ist der Stick allerdings sehr empfehlenswert. Auch beim Zeigen von Dokumenten spielt die Verzögerung keine Rolle. Ein kleines Manko bei längerer Benutzung ist, dass sich der Stick im Laufe der Übertragung sehr stark erwärmt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Stick für alle Anwendungen außer Spielapps mit schneller Reaktion bestens geeignet ist.

Fazit:

Alles in allem ist das Allview Viva H8 sehr empfehlenswert, weil es nicht nur ein gutes Display und eine hochwertige Verarbeitung bietet, sondern auch eine gute Grafikleistung und Telefonfunktion mitbringt. Bei einem super Preis-Leistungs-Verhältnis (222€ inklusive HDMI-Stick) ist es auch nicht ausschlaggebend, dass die Kamera einige Schwachstellen hat oder die Performance beim gleichzeitigen Öffnen mehrerer Apps schwächer wird. Das Viva H8 ist somit ein echter Smartphone-Konkurrent und bietet alle nötigen Funktionen für den täglichen Gebrauch. Von TechFire gibt es für dieses Gerät aufgrund des top Preis-Leistungs-Verhältnisses 4 Sterne.

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