Mit dem G Flex bringt LG ein in Europa einzigartiges Smartphone auf den Markt. Es ist das erste Smartphone mit gebogenem Display, doch ob das Smartphone seinen Preis wirklich wert ist, dass hat TechFire für euch getestet.

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

Erster Eindruck

Geliefert wird das G Flex in einer leicht gebogenen Verpackung. In dieser edlen matt schwarzen Box finden wir das Smartphone selbst, ein Micro USB Kabel, den USB Stecker für die Steckdose und natürlich Kopfhörer. Wenn wir nun das G Flex aus der Verpackung nehmen fällt einem sofort auf, dass das Smartphone gebogen ist. Für dieses gebogene Design kamen einige spezielle Bauteile zum Einsatz. So besitzt das G Flex eine gebogenes 6″ Plastik OLED Display. Vor dem Display finden wir jedoch kein echtes Glas sondern Plastik, dies ist erforderlich, damit man das Smartphone minimal biegen kann. Aufgrund dessen kann beim Gehäuse auch kein Aluminium o.a. verwendet werden. Nur Plastik biete die benötige Flexibilität. Die Ähnlichkeit zum LG G2 ist nicht zu verleugnen. So finden wir auch beim G Flex die innovativen Knöpfe auf der Rückseite. Über den Knöpfen ist die Kamera, rechts daneben der LED Blitz und links der Infrarotsensor um das Smartphone als Universalfernbedinung nutzen zu können. Unten rechts auf der Rückseite finden wir den Lautsprecher. Auf der unteren Seite finden wir den Kopfhöreranschluss, den Micro USB Anschluss und das Mikrofon, welches zum telefonieren genutzt wird.

Technische Daten

  • 2,3 GHz Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore-Prozessor
  • 2 GB Arbeitsspeicher
  • Android 4.2.2 @ Linux Kernel 3.4.0
  • 13 MP Backkamera, 2,1 MP Frontkamera
  • 6″ (15,24cm)curved Plastic OLED Display
  • 16,7 Millionen Farben 1280 x 720
  • LTE und alle früheren Mobilfunk Standarts
  • Bluetooth 4.0, NFC, Wi-Fi 802,11 a/b/g/n
  • 3500 mAh Li-Ion Akkumulator
  • 160,5 x 81,6 x 8,7 mm
  • 177g

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Funktionalität

Software

Geliefert wird das LG G Flex mit Android 4.2.2, welches als Basis den Linux Kernel 3.4.0 hat. Damit ist es nicht auf dem neusten Stand in Sachen Android. Auch wenn es sich hier nicht um die neuste Version handelt ist LG nicht wirklich hinterher, da es momentan nur eine Hand voll Geräte gibt die Kitkat unterstützen. So zählt z.B. seit kurzer Zeit auch das LG G2 dazu. Ob LG offizielle Android Updates für das G Flex herausbringen wird und bis zu welcher Android Version ist unklar, aber die Hardware verspricht definitiv eine lange Zukunft.

Als Oberfläche wird, wie meist, nicht die offizielle Google Oberfläche genutzt. LG hat sich hier die Arbeit gemacht und eine eigene umfangreiche Oberfläche implementiert. Diese Oberfläche bietet dem Nutzer viele Funktionen. Z.B. die Knock to Unlock Funktion. Klopft oder Tippt man zweimal schnell hintereinander auf das Display, so wird das Gerät automatisch entsperrt. Entsprechend lässt es sich so auch wieder sperren, dazu muss man aber auf eine freie Fläche des Homescreens tippen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Apps zu verbergen, Ions zu ändern und den Übergang zwischen den einzelnen Homescreens zu verändern. Funktionen die so kein anderer Standart Launcher hat. Die Oberfläche biete noch sehr viel mehr Features diese hier jedoch auch noch anzusprechen würden den Rahmen unsere Reviews eindeutig sprengen.

LG hat natürlich von Anfang an auch eigenen App auf dem Gerät, ob diese Apps brauchbar sind ist immer so eine Frage… Einige sinnvolle Apps sind da z.B. LG Backup, Life Square, Notebook, Voice Mate (leider nur auf Englisch verfügbar), Dateimanager, Polaris Viewer 5, Quick Translater, Safety Care, Task Manager, Wörterbuch und QuickRemote. Auf letzteres werde ich nun genauer eingehen. Ihr habt euch vielleicht schon im Anfangstext gefragt wieso hat das G Flex einen Infrarot Sender. Infrarot ist doch eigentlich total veraltet? Nun ja zum senden von Dateien wird Infrarot heute nicht mehr benutzt, dafür ist es einfach zu langsam. Jedoch findet es immer noch Verwendung in den Fernbedienungen für Fernseher, DVD und BluRay Player, etc. Durch diese Infrarot Lampe und QuickRemote wird dein G Flex zur Universalfernbedienung. So kann man sich auf dem Handy verschiedene Räume mit verschiedensten Geräte einrichten. Dabei ist die Konfiguration recht einfach. So wählt man in der App zuerst die Marke des jeweiligen Gerätes aus. Nun erscheint schon ein Teil der Fernbedienung nämlich der Ein/Aus Schalter. Wir richten das Telefon auf den TV und drücken die Taste. Nun werden wir gefragt ob die jeweilige Funktion ausgeführt wird. Dies dies passiert solange bis es wirklich funktioniert. Dies passiert nun noch mit 2 weiteren Knöpfen. Funktionieren diese alle so ist die Fernbedienung konfiguriert und kann nun genutzt werden. Leider finden wir jedoch nicht alle Funktionen der Fernbedienung wieder. So war z.B. der EPG Knopf nicht zu finden. Diesen haben wir dann einfach auf einen anderen Knopf konfiguriert. Dafür musste nur die Fernbedienung an das Handy gehalten werden und der entsprechende Knopf mehrmals gedrückt werden. Ein Vorteil ist jedoch, wenn man eine Set on the Top Box verwendet, kann diese und der TV mit einem Knopfdruck ein und ausgeschaltet werden.

Hardware – Leistung

Zur Hardware muss man bei eine Qualcomm Snapdragon 800 mit 4 Kernen a 2,3 GHz nicht viel sagen. Diese Werte sprechen eigentlich für sich. Um die Leistung zu verdeutlichen und um mit anderen Geräten vergleichen zu können haben wir den AnTuTu Benchmark ausgeführt. Dies zeigte uns erstaunliche Ergebnisse. Unser Testgerät erreichte 36421  Punkte und befindet sich damit noch vor dem Samsung Galaxy Note3. Insgesamt fanden wir das Gerät somit auf Platz 1 wieder! Auch während der Nutzung im Alltag haben wir das G Flex nicht an seine Grenze bringen können. Es wurde nicht einmal nur leicht warm.

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Display

Das enorm große Display mit einer Bildschirm Diagonale von 5,9 Zoll (ca. 15cm) überbietet damit sogar das Samsung Galaxy Note 3 um 0,2 Zoll. Das G Flex bietet jedoch leider nur eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Dies entspricht somit leider nur HD Ready. Full HD sollte bei dem heutigen technischen Stand und vor allem bei einem Smartphone dieser Größe und Preisklasse Standard sein. Dafür bietet das LCD Display jedoch einen hohen Kontrast, sowie eine gute Helligkeit und eine wunderbare Sättigung der Farben.

Akku

Ein großer Akku ist bei der Hardwareausstattung natürlich Pflicht. Doch er überbietet die Gewöhnliche Laufzeit von ca. 1 Tag (bei durchschnittlicher Nutzung) um 100%, denn der Akku des G Flex ist 3500 mAh keines Wegs zu klein. Der Akku hält Locker 2 Tage oder sogar länger stand. Dies ist eine erstaunliche Leistung die Wir nicht erwartet hätten. Wenn man sich nun jedoch am in den Einstellungen den Akkuverbrauch ansieht, stellt man fest, dass das Display nur an zweiter Stelle steht. Dies ist normalerweise nicht der Fall. Meist ist nämlich das Display der größte Akkufresser. Hier ein großes Lob an LG für diesen genialen Akku!

Was bringt mir das gebogene Design?

Prinzipiell bringt das Design in dieser Form kaum Vorteile, aber auch kaum Nachteile. So ist ein Nachteil beispielsweise, dass es in der vorderen Hosentasche oder auch in der Jackentasche nun mehr Platz einnimmt, in der hinteren Hosentasche sitzt das Smartphone jedoch besser als ein starres gerades Gerät. Vor allem muss man nun auch keine Angst haben wenn man sich mal auf das Gerät setzt, denn das hält es schon aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass somit beim telefonieren auch das Mikrofon näher an den Mund herangeführt wird. An das gebogene Display und das somit leicht veränderte Bild haben wir uns schnell gewöhnt und haben dies auch nicht als störend empfunden.

Fazit

Mit dem LG G Flex hat LG einen großen Bruder zum G2 erschaffen. Das G Flex besitzt fast die selbe grandiose Technik, wie das G2 auch. Leider wurde jedoch nur ein 720p (HD Ready) Display verbaut, dafür finden wir jedoch einen sehr großen Akku vor, der locker 2 Tage aushält. Alles in allem handelt es sich bei dem LG G Flex um ein sehr gutes Smartphone, welches jedoch für einen Preis von ca. 590€ nicht gerade ein Schnäppchen ist.

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