Mit den G Pad hat LG sein erstes Tablet veröffentlicht. Mit einem 8,3″ großen Full HD Display und einen Quadcore Prozessor will es Punkten, doch ob es wirklich hält was es verspricht? Wir haben es für euch getestet!

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

Erster Eindruck

Das Full HD IPS Display des G Pad und vor allem der dünne Rand an den Seiten des Displays lassen das Tablet sehr edel aussehen. Dies wird noch unterstützt durch die wertige Aluminium Rückseite. Leider finden wir dort jedoch auch zwei Teile aus Plastik, unter denen sich vermutlich die Antennen verbergen. Zudem finden wir auf der Rückseite natürlich die 5 Megapixel Kamera, die Kopfhörerbuchse, einen Micro SD Karten Slot, sowie auch die zwei Lautsprecher, die für den Stereosound des G Pad zuständig sind. Auf der Frontseite finden wir neben den Display und der 1,3 Megapixel Selfiekamera nichts. Der Powerknopf, sowie auch die Lautstärkewippe befinden sich an der rechten Seite des Geräts. Im Lieferumfang des G Pad finden wir lediglich noch ein USB auf Micro USB Ladekabel, sowie einen Steckdose auf USB Stecker.

Technische Daten

  • 8,3″ Full HD (1080 x 1920 Pixel) IPS Display
  • Qualcomm Snapdragon 600 Quadcore Prozessor 1,7 GHz
  • Android 4.2.2 (Linux Kernel 3.4.0) mit eigener Oberfläche
  • 2 GB Arbeitsspeicher
  • 16 GB Flashspeicher
  • erweiterbar mit Micro SD für bis zu 64 GB
  • 5 MP Kamera
  • 1,3 MP Selfie-Kamera
  • WiFi 802,11 a/b/g/n
  • Bluetooth 4.0
  • 4600 mAh SiO+ LiIon Akku
  • 216,8 x 126,5 x 8,3 mm
  • 337,9 g

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Funktionalität

Software

Geliefert wird das LG G Pad mit Android 4.2.2, welches als Basis den Linux Kernel 3.4.0 hat. Damit ist es nicht auf dem neusten Stand in Sachen Android. Auch wenn es sich hier nicht um die neuste Version handelt ist LG nicht wirklich hinterher, da es momentan nur eine Hand voll Geräte gibt die Kitkat unterstützen. So zählt z.B. seit kurzer Zeit auch das LG G2 dazu. Ob LG offizielle Android Updates für das G Pad herausbringen wird und bis zu welcher Android Version ist unklar, aber die Hardware verspricht definitiv eine lange Zukunft.

Als Oberfläche wird, wie meist, nicht die offizielle Google Oberfläche genutzt. LG hat sich hier die Arbeit gemacht und eine eigene umfangreiche Oberfläche implementiert. Diese Oberfläche bietet dem Nutzer viele Funktionen. Z.B. die Knock to Unlock Funktion. Klopft oder Tippt man zweimal schnell hintereinander auf das Display, so wird das Gerät automatisch entsperrt. Entsprechend lässt es sich so auch wieder sperren, dazu muss man aber auf eine freie Fläche des Homescreens tippen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit Apps zu verbergen, Ions zu ändern und den Übergang zwischen den einzelnen Homescreens zu verändern. Funktionen die so kein anderer Standart Launcher hat. Die Oberfläche biete noch sehr viel mehr Features diese hier jedoch auch noch anzusprechen würden den Rahmen unsere Reviews eindeutig sprengen. LG hat natürlich von Anfang an auch eigenen App auf dem Gerät, ob diese Apps brauchbar sind ist immer so eine Frage… Einige sinnvolle Apps sind da z.B. LG Backup, Life Square, Notebook, Voice Mate (leider nur auf Englisch verfügbar), Dateimanager, Polaris Viewer 5, Quick Translater, Safety Care, Task Manager, Wörterbuch und QuickRemote. Auf letzteres werde ich nun genauer eingehen. Ihr habt euch vielleicht schon im Anfangstext gefragt wieso hat das G Pad einen Infrarot Sender. Infrarot ist doch eigentlich total veraltet? Nun ja zum senden von Dateien wird Infrarot heute nicht mehr benutzt, dafür ist es einfach zu langsam. Jedoch findet es immer noch Verwendung in den Fernbedienungen für Fernseher, DVD und BluRay Player, etc. Durch diese Infrarot Lampe und QuickRemote wird dein G Pad zur Universalfernbedienung. So kann man sich auf dem Handy verschiedene Räume mit verschiedensten Geräte einrichten. Dabei ist die Konfiguration recht einfach. So wählt man in der App zuerst die Marke des jeweiligen Gerätes aus. Nun erscheint schon ein Teil der Fernbedienung nämlich der Ein/Aus Schalter. Wir richten das Telefon auf den TV und drücken die Taste. Nun werden wir gefragt ob die jeweilige Funktion ausgeführt wird. Dies dies passiert solange bis es wirklich funktioniert. Dies passiert nun noch mit 2 weiteren Knöpfen. Funktionieren diese alle so ist die Fernbedienung konfiguriert und kann nun genutzt werden. Leider finden wir jedoch nicht alle Funktionen der Fernbedienung wieder. So war z.B. der EPG Knopf nicht zu finden. Diesen haben wir dann einfach auf einen anderen Knopf konfiguriert. Dafür musste nur die Fernbedienung an das Handy gehalten werden und der entsprechende Knopf mehrmals gedrückt werden. Ein Vorteil ist jedoch, wenn man eine Set on the Top Box verwendet, kann diese und der TV mit einem Knopfdruck ein und ausgeschaltet werden.

Diese Funktionen kennt man auch bereits von den neueren LG Smartphones, das LG G Pad biete jedoch noch eine weitere sehr schöne Funktion. So kann man sein LG Smartphone mit dem G Pad paaren,  so sieht man auch auf dem Tablet wenn ein Anruf oder eine Nachricht eingeht. Ebenso bekommt man auf dem Tablet die letzte Website oder das letzte Video angezeigt welches auf dem Smartphone angesehen wurde. So kann man direkt da weiter machen, wo man aufgehört hat. Zudem kann man auch Memos an sei Smartphone versenden, oder es schnell als Hotspot nutzen. Ein wirklich sehr sinnvolle Funktion!

Hardware – Leistung

Zur Hardware muss man bei eine Qualcomm Snapdragon 600 mit 4 Kernen a 1,7 GHz nicht viel sagen. Diese Werte sprechen eigentlich für sich. Zwar sind die Top Smartphones von LG, wie z.B. das Flex doch noch besser bestückt, so ist dieser Wert trotzdem gut. Um die Leistung zu verdeutlichen und um mit anderen Geräten vergleichen zu können haben wir den AnTuTu Benchmark ausgeführt. Unser Testgerät erreichte 25320 Punkte und befindet sich damit knapp hinter dem HTC One (M7). Insgesamt fanden wir das Gerät somit auf Platz 7 wieder, dies ist vor allem für ein Tablet kein schlechter Wert. Auch während der Nutzung im Alltag haben wir das G Pad nicht an seine Grenze bringen können, auch nur eine leichte Erwärmung des Gerätes war lediglich während des Benchmarks festzustellen. Ebenso lief das Tablet stets flüssig und es traten keinerlei Ruckler oder ähnliches auf.

Display

Mit 8,3″ liegt das Display eindeutig im Mittelfeld der Tablets. Die Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln (Full HD) sollte heut zu Tage bereits Standart bei Tablets sein. Somit besitzt das G Pad eine Pixeldichte von 273 dpi („Dots per Inch“ zu dt. „Pixel pro Zoll“). Dies lässt das Display einfach grandios und gestochen scharf wirken. Doch auch die IPS Technologie des Displays ist für dieses grandiose Bild verantwortlich, denn dadurch wir ein sehr lebhaftes Bild erzeugt.

Akku

Ein großer Akku ist bei der Hardwareausstattung natürlich Pflicht. LG bietet hier einen 4600 mAh Akku, für ein Tablet dieser Größe ist dies enorm. Im Vergleicht dazu bietet das Nexus 7 nur einen Akku mit 3950 mAh. Bei alltäglichem Gebrauch hält der Akku somit ca. 2 Tage aus. Natürlich kann diese Laufzeit durch permanentes ausschalten des WLAN und durch eine geringe Display Helligkeit noch verlängert werden.

Fazit

Alles in allem erhält man mit dem LG G Pad ein sehr standhaftes Tablet, welches vor allem durch gute Hardware und ein gestochen scharfes Display überzeugt. Vor allem kann sich auch der Akku sehen lassen, welcher das Tablet mit ausreichend Strom versorgt.

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