Momentan wird einfach alles smart, z.B. die Waschmaschine, die Zahnbürste, oder auch der Stift. Das Internet der Dinge entwickelt sich immer weiter und macht anscheinend vor keinem Alltagsgegenstand halt und so hat Livescribe mit dem Smartpen 3 auch den Stift smart gemacht. Doch was kann der Stift und hält er was er verspricht? Wir haben den Livescribe Smarten 3 für Dich getestet…

Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)

Erster Eindruck

Der Livescribe 3 Smartpen kommt in einem edlen schwarzen Pianolack daher. Wenn man den Livescribe 3 in der Hand hält merkt man sehr schnell wie wertig sich dieser anfühlt. Obwohl der Smartpen sehr groß ist liegt er relativ gut in der Hand. Ein ergonomische Grifffeld wäre hier jedoch von Vorteil gewesen.

Geliefert wird der Stift mit einem Micro USB Kabel zum aufladen des Stiftes. Zudem wird ein spezielles Notizbuch für den Livescribe 3 mitgeliefert.

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Funktionen

Was kann der Smartpen überhaupt und was macht ihn smart? Der Livescribe Smartpen bietet viele Möglichkeiten. Die Hauptaufgabe ist jedoch handschriftliche Notizen effektiver zu machen, indem er diese digitalisiert und in der Livescribe App archiviert.

Doch der Livescribe 3 kann noch mehr… So gibt es die Möglichkeit einen sogenannten Pencast aufzunehmen. Dabei wird parallel zur Aufzeichnung der Notizen eine Tonaufnahme gestartet, sodass man z.B. in der Uni die Vorlesung aufnehmen kann und zudem noch synchron seine Notizen machen kann. Sinnvoll ist vor allem, dass die Schrift beim abspielen des Pencasts genau dann grün markiert wird, wenn diese geschrieben wurde. Diese Synchronität zwischen Mitschriften und Ton erleichtert z.B. das Lernen mit den Aufzeichnungen.

Zudem gibt es auch eine Handschriftenerkennung. Diese arbeitete bei unseren Beispielstexten sehr zuverlässig. Bei komplexeren Notizen mit Stichworten, Adressen und Uhrzeiten arbeitete die Handschriftenerkennung leider nicht mehr ganz fehlerfrei. Dies kann jedoch auch an einer etwas unordentlichen Schrift gelegen haben. Alles in allem arbeitet die Handschriftenerkennung jedoch sehr zuverlässig.

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Für Vorlesungen, Meetings und Konzeption gut geeignet, …

Genau dafür ist der Livescribe 3 Smartpen einfach nur perfekt… Ob für die Vorlesung in der man sich seine üblichen Notizen macht und dann nachher nicht nur die Notizen hat sondern dank der Pencasts auch ganze Vorlesungen Revue passieren kann. Genauso können die Notizen direkt aus der App an Kommilitonen weitergereicht werden. Auch bei der Vorbereitung auf Klausuren kann man diese Notizen gut gebrauchen, denn dank der Handschriftenerkennung kann man sich sehr schnell verschiedene Notizen zu einem kleinen Skript zum lernen zusammenfassen.

Bei Meetings läuft es ähnlich… Also nicht einfach vorm Laptop sitzen und dort alles mitschreiben, sondern ganz bequem alles direkt auf dem Block mitschreiben und natürlich auch wichtige Diagramme direkt skizzieren. Bei der Erstellung eines Protokolls des Meetings wird dann einfach die Handschriftenerkennung genutzt um den Text nicht nochmals abtippen zu müssen. Die gezeichnete Skizze wird dann ganz einfach als Bild gespeichert und ins Protokoll gepackt.

Auch für verschiedenste Konzepte eignet sich der Livescribe 3 Smartpen sehr gut. So hat man dank der Livescribe App all seine Konzepte immer dabei und kann Sie Kollegen zeigen. Genauso können die Konzepte dann auch einfach schnell per E-Mail an den Kollegen der gerade Home-Office betreibt weitergeleitet. Der endgültige Konzeptentwurf wird dann durch die Handschriftenerkennung vereinfacht, sodass das perfekte Konzept schnell steht.

 

… hat jedoch noch ein paar Schwächen.

Doch dabei fällt auch auf das dem Livescribe 3 Pen noch einige wichtige Funktionen fehlen. So fehlt für den richtigen Umgang im Businessbereich ein Programm für den Computer, denn dann könnte man die Notizen in einem eigenen Archiv auf dem Rechner sammeln und könnte auch die Erstellung von Dokumenten mit Hilfe der einst erstellten Notizen stark vereinfachen.

Zudem kann man Notizen leider nur in schwarz erstellen. Zumindest für die digitale Version wären Farben mit kleinen „Farbbuttons“ auf dem Papier leicht realisierbar. So könnte man Gewisse Daten in den Notizen hervorheben. Ebenso wäre eine Textmarker Funktion in der App wünschenswert, sodass man gewisse Stellen markieren kann.

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Notizbücher

Für den Livescribe Smartpen werden spezielle Notizbücher mit Livescribes Punktpapier benötigt. Diese Papier ist jedoch im Vergleich zu einem Collegeblock vom Discounter sehr teuer. So kosten 4 Blöcke mit jeweils 80 Blatt ca. 25 € während man für ca 20 € 10 Oxford Collegeblöcke Met jeweils 80 Blatt bekommt. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit nicht die teuren Blöcke kaufen zu müssen. So kann man mit einem Laserdrucker sich auch selbst jeweils 25 Seitige Notizbücher drucken. Dies ist wesentlich günstiger als immer neue Blöcke zu kaufen.

Doch auch fürs Business gibt es mit der Moleskin Livescribe Edition sehr schöne und edle Notizbücher. Diese ist für ca. 30 € zu haben und ist somit jedoch teurer als ein normales Moleskin Notizbuch.

 

Fazit

Der Livescribe 3 Smartpen ist sehr nützlich für Vorlesungen und Meetings. Leider fehlt bisher noch ein Programm für den Computer, sodass der Livescribe 3 Smartpen lediglich über iOS und Android funktioniert. Auch sind die speziellen Notizbücher recht teuer, doch dank des Laserdruckers, werden einfach eigene gedruckt. Alles in allem ist der Livescribe 3 vor allem für Studenten sein sehr gutes Hilfsmittel.

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