Mechanische Tastaturen vereinen ty pischerweise einige wichtige Faktoren: H ohe Konstruktions – Qualität, präzise Druckpunkte, hohes Feedback beim Tippen und ein hoher Preis. Kann das Aukey KM – G9 diese Kombination halten und dennoch aus dem letzten Faktor ausbrechen ?

Beim Auspacken aus dem Aukey-typsichen, umweltfreundlichen Karton findet man neben der schwarzen Tastatur nur eine Kurz-Anleitung, und ein en Greifer um einzelne Tasten (genauer, die sogenannten Key-Caps) abzunehmen, zum Beispiel um das Tastatur-Gerüst zu putzen oder um die Caps gegen individuelle zu tauschen.

Insgesamt fühlt sich das Gehäuse aus Metall hochwertig verarbeitet und äußerst stabil an. Da auf einen Ziffernblock verzichtet wird und das Design insgesamt sehr minimalistisch ist, fällt die Tastatur äußerst kompakt aus. Am oberen Ende der Tastatur ist das, mit bis zum Stecker 150cm messende ausreichend lange, Kabel angebracht. Der USB-Stecker selbst fällt mit seinem knapp 5,5cm untypisch groß aus, was für sehr platzsparende Setups ein Problem werden könnte.

Auch das Plastik der Tasten macht einen stabilen Eindruck. Besonders gefällt, dass die Beschriftung der Tasten aus separat eingespritztem, weißem Plastik besteht statt nur aufgedruckt zu sein, was diese über die Lebensdauer der Tastatur lesbar halten sollte. Da sie leicht durchsichtig ist, kann sie auch von hinten beleuchtet werden, was Aukey auch in der etwa 7€ teureren KM-G7 umgesetzt hat. Um der Tastatur eine individuelle Note zu verleihen können die Key-Caps auch durch andere, zu Cherry MX kompatible, Caps ausgetauscht werden. Das Abnehmen dieser gelingt einfach, wenn mit etwas Kraft vertikal an der Taste gezogen wird, was durch den beigelegten Plastik-Greifer noch vereinfacht wird. Einzig die Enter-Taste ist aufgrund ihrer Form etwas schwer zu fassen.

Beim Tippen auf dem kompakten Layout fällt zuerst das sowohl haptisch als auch akustisch sehr deutliche Feedback auf. Obwohl es einen tiefen, angenehmen Ton ergibt, ist dieser zu laut um die Tastatur zum Beispiel in einer Büro-Umgebung nutzen zu können.

Andererseits ist das Auftreten des Feedbacks genau auf das Auslösen der Taste abgestimmt. Man merkt also exakt, wann die Tastatur den Tastendruck registriert hat. Hierfür ist auch etwas Kraft nötig, was ein versehentliches Auslösen unmöglich macht. Die nötige Kraft ist minimal mehr als auf, z.B. in modernen Laptops verbauten, Tastaturen mit Scheren-Schaltern , aber dennoch in einem angenehmen Bereich. Nach einer kurzen Gewöhnung daran ist die KM-G9 jedoch angenehm zu nutzen, vom Verfassen von Texten bis hin zum Gaming.

Des Weiteren ist anzumerken, dass sich, zumindest beim zur Verfügung gestellten Exemplar , die Pfeiltasten nicht so angenehm, sondern vergleichsweise schwammig anfühlen.

Fazit

Die verbauten mechanischen Schalter sind vom Typ Outemu Blue, die vom Tippgefühl sehr nahe bis identisch mit Cherry MX Blue Schaltern sind. Leider sind aus uns unerklärlichen Gründen die Pfeiltasten etwas schwammig, daher bekommt die Aukey KM-G9 nur 4,5 von 5 möglichen Sternen. Jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass Tastaturen mit originalen Cherry MX Blue Schaltern mindestens 70€, gegenüber den 32,99€ UVP der Aukey KM-G9 , kosten, ist die getestete Aukey-Tastatur definitiv eine Überlegung für alle, denen ein angenehmes Gefühl beim Tippen, (voraussichtliche) Langlebigkeit und ein minimales Design wichtig sind, wert. Möchte man zusätzlich eine Hintergrundbeleuchtung haben, so kann auf die Aukey KM-G7 für ein paar Euro mehr zurückgegriffen werden.