Man sieht Sie immer öfter in den Städten, Skateboards, die mit einem Motor angetrieben werden und mit einer kleinen Fernbedienung gesteuert werden. Inzwischen bietet auch Archos mit dem Archos SK8 ein solches elektrisches Skateboard an, welches auch für kleines Geld zu haben ist. Doch lohnt sich diese Investition? Wir haben es für euch getestet!


Dieses Produkt wurde uns kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Unsere Berichte werden stets nach unserem Leitbild verfasst. (Mehr Infos)
Schon seit einiger Zeit befinden sich elektrische Skateboards im Trend. Archos ist bereits im Sommer 2017  auf diesen Trend aufgesprungen und hat das Archos SK8 vorgestellt, welches seit September 2017 in den Läden zum Verkauf steht. Dabei ist das Archos mit seiner UVP von 199€ vermutlich das günstigste elektrische Skateboard auf dem Markt. 

Vorab ist noch zu sagen, dass ich ein Skateboard Anfänger bin und daher die Merkmale wie Lenkung, Rollen, Grip auf dem Board und andere nicht neutral bewerten kann, daher werde ich mich in diesem Testbericht eher auf den Spaßfaktor des Archos SK8 beziehen. 

Design und Verarbeitung

Das Skateboard macht mit seinen 75cm Länge einen soliden Eindruck. Das Deck ist aus Ahorn-Holz gefertigt, wodurch das Deck sehr hart und widerstandsfähig ist. Die Oberseite des Decks ist, wie es sich gehört, mit einem Griptape beschichtet, um einen guten Halt auf dem Board zu ermöglichen. Für meinen Geschmack ist das Griptape etwas zu rau, sodass man beim Tragen des Boards aufpassen muss, dass man keine Schrammen an der Kleidung hinterlässt. Aber auch hier sei nochmal gesagt; ich bin kein erfahrener Skateboarder. Zum Tragen des 6,8kg schweren Skateboards ist in das Deck ein praktischer Tragegriff hinein geschnitten worden. Auf Dauer wird das Tragen mit dem Tragegriff jedoch etwas unangenehm, da die Kanten des Griffs nur minimal abgerundet wurden. Hier hätte ich mir etwas mehr Rundung gewünscht.

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Die 70mm großen Rollen sind aus härterem Gummi und in einem schönen Giftgrün gehalten. Auf der rechten Seite an der hinteren Achse ist der Motor zu finden und ihr habt richtig gehört, es ist leider nur ein Motor. Da es sich um einen Brushless Motor handelt, wird kein Riemen für die Übersetzung benötigt und der Motor verschwindet schnell in der rechten Rolle des Skateboards. Auf der Unterseite des Boards befindet sich noch eine ca. 23cm x 10cm x 3cm große Box, die den Akku und sonstige Elektronik enthält.

Alles in allem sieht es eben aus wie ein einfaches Skateboard mit einem Tragegriff und einer schwarzen Box unterm Deck.

Fahrspaß

Um mit dem Board loszufahren, muss man das Board mit dem Schalter am Akkupack einschalten. Danach noch die Fernbedienung mit dem kleinen Schalter auf der Unterseite einschalten. Vor dem Losfahren noch einen der beiden Geschwindigkeitsmodi (High Speed & Low Speed) auswählen und dann nur noch den Geschwindigkeitsregler nach vorne schieben und schon geht der Fahrspaß los

Die Fernbedienung bietet neben dem einfachen Fahren noch mehr Möglichkeiten. So kann der Geschwindigkeitsregler beim Zurückziehen auch als Bremse genutzt werden, welche so gut funktioniert, dass man aufpassen muss den Regler bei hoher Geschwindigkeit nicht zu schnell zurückzuziehen, da man sonst auch leicht vom Board fallen kann. Auch bietet die Fernbedienung einen Knopf, um das Board rückwärts fahren zu lassen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn das Skateboard mal ohne den Fahrer unter ein Hindernis gerollt ist. Das Herausholen des Boards unter dem geparkten Auto ist hier also kein Problem 😉

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Wichtig ist noch zu sagen, dass der Hersteller eine maximale Tragkraft von 80kg ausweist. Die Gewichtsgrenze stammt hierbei eher vom Motor als vom Board, denn das Board würde sicher mehr als 80 kg aushalten. Die Geschwindigkeit würde unter höherem Gewicht jedoch leiden.

Der 150 Watt Motor soll das Skateboard auf bis zu 15 km/h beschleunigen. In unseren Tests wurden bei einem Gewicht von 75kg eine maximale Geschwindigkeit von 18 km/h ermittelt. Auch wenn sich das erstmal nicht nach viel anhört, empfindet man dies auf dem Skateboard als sehr schnell und es macht richtig Spaß! Sollte der Motor überlastet werden, so beginnt das Board zu piepsen, um einen auf diese Überlastung hinzuweisen. So war es bei unserer Testfahrt immer nur kurzzeitig möglich mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Ein bisschen die Geschwindigkeit zu drosseln reichte schon aus, um das Board wieder ruhig zu stellen.

Weiter gibt der Hersteller eine Reichweite von  5 – 10 km an. Hierbei ist anzumerken, dass diese Reichweite nur erreicht werden kann, wenn nicht durchgehend mit Höchstgeschwindigkeit gefahren wird und das Board möglichst nicht überlastet wird. Bei einer unserer Testfahrten sind wir mit dem Board ca. 5 km gefahren und hatten danach noch einen der vier Balken der Akkuanzeige übrig. Man merkte jedoch auch an der Geschwindigkeit, dass die Akkuladung nicht mehr all zu voll gewesen ist. 

Die maximale Steigung von 10° konnten wir in unserem Test leider nicht testen, da Mannheim doch eine eher flache Gegend ist. 

Im Werkszustand ist die Lenkung sehr weich eingestellt, sodass man damit sehr wenig fahren kann. Wer es lieber etwas härter möchte, kann die Lenkung einfach über die Axle Nuts anpassen. Eine leicht verschmutzte Strecke ist für das Board kein Problem, da die Rollen sowie die Lenkung kleine Steine oder Äste gut ausgleichen. 

Ist nach einer langen Fahrt der Akku so gut wie am Ende, kann man das Board einfach ausschalten und wie ein normales Skateboard weiterfahren. Zuhause dann das Board für ca. 2,5 bis 3 Stunden an die Steckdose hängen und nicht vergessen auch die Fernbedienung mit dem mitgelieferten Micro-USB Kabel zu laden. Dann get der Fahrspaß von vorne los! Aber was ist, wenn der Akku irgendwann mal kaputt ist? Ja das ist eine gute Frage, denn der Akku ist leider nicht wechselbar

Fazit

Das Archos SK8 elektrische Skateboard macht vor allem einfach nur richtig viel Spaß! Es gibt zwar kleine Nachteile, wie der nicht so starke Motor, sodass man leider nicht durchgehend Vollgas geben kann, oder auch dass der Akku nicht austauschbar ist. Dies sind jedoch eher kleine Nachteile, wenn man auf den Preis dieses Boards schaut, denn mit einer UVP von 199€ bietet das Archos SK8 wirklich ein top Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher erhält das Archos SK8 von uns 4,5 von 5 möglichen Sternen